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Solar für Warmwasser – lohnt sich das?

Die Energiewende steht an. Deutschland möchte Vorreiter der grünen Zukunft sein und fördert die Solartechnik enorm. Bei Solar denkt der Laie jedoch immer noch ausschließlich an Fotovoltaikanlagen auf Dächern von Einfamilienhäusern. Doch Solar ist mehr als das, denn Solar kann auch für die Warmwasseraufbereitung dienen, und das in Form von Solarthermieanlagen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:
  • Solar für die Warmwasseraufbereitung stellt eine Solarthermieanlage dar, die mithilfe von Kollektoren das Warmwasser des Hauses und der Heizanlage erwärmen
  • Solarthermieanlagen liefern einen höheren Energieertrag pro Quadratmeter als Fotovoltaikanlagen und verzeichnen gleichzeitig einen höheren Wirkungsrad
  • Solar für die Warmwasseraufbereitung stellt einen Weg der erneuerbaren Energien dar und lohnt sich besonders bei der Kombination mit anderen erneuerbaren Energien, um beim Kauf einen möglichst hohen Teil des Kaufpreises in Form von Fördermitteln zu erhalten
Warmwasser Solar

Warmwasser Solar – Kosten, Tipps zum Selbstbau, Komplettsets und Beratung

Wann ist der Einsatz von Solar für die Warmwasseraufbereitung sinnvoll?

Der Einsatz einer Solarthermieanlage ist immer sinnvoll, wenn Sie einen ökologischen Beitrag leisten möchten. Sind Sie eine umweltbewusste Person und wollen Sie selbst einen kleinen Beitrag zu einer klimafreundlichen Welt leisten, erwerben Sie eine Solarthermieanlage.

Ferner lohnt sich der Einsatz, wenn Sie Hausbesitzer sind. Sind Sie Besitzer eines Einfamilienhauses oder eines Mehrfamilienhauses, ist der Einsatz der Solarthermieanlage auf dem Dach sinnvoll. Sind Sie hingegen Mieter, haben Sie vom Einsatz nur indirekt Vorteile.

Der Einsatz einer Solarthermieanlage ist überdies ausschließlich für die Zukunft sinnvoll. Sie tätigen mit der Solarthermieanlage eine Investition, die sich nicht sofort, sondern frühestens nach 15 Jahren auszahlt. Erst dann amortisieren sich die Kosten für die Anlage, vorher zahlen Sie den Kaufbetrag, inklusive der zusätzlichen Heizkosten.

Besonders in Passivhäusern oder modernisierten Häusern ist der Einsatz der Solarthermieanlage sinnvoll, denn sie wärmt das Wasser so stark vor, dass die angeschlossene Heizanlage beinahe keinen Energieverbrauch im Winter hat.

Generell ist der Erwerb sinnvoll, wenn Sie über weitere erneuerbare Energien im oder am Haus verfügen. Haben Sie eine Wärmepumpe oder Fotovoltaikanlage installiert oder planen Sie diese zu installieren, erhalten Sie mehr Fördergelder beim Kauf einer Solarthermieanlage.

Letztlich lohnt sich der Einsatz, um langfristig Ihre Heiz- und Warmwasserkosten zu reduzieren. Durch stetig steigende Energiepreise ist dies eine erhebliche Entlastung für Sie.

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Wie funktioniert Solar für die Warmwasseraufbereitung?

Solar für die Warmwasseraufbereitung in Form von Solarthermieanlagen funktioniert nach einem simplen Prinzip, das bereits seit dem 18. Jahrhundert im Einsatz ist und seither verfeinert wurde. Auf dem Dach eines Hauses sitzen Kollektoren wie bei einer Fotovoltaikanlage. Sie fangen Sonnenstrahlen auf und wandeln sie nicht in Strom, sondern Wärme um. Hierzu sitzt in den Kollektoren eine Flüssigkeit, die als Wärmeträger fungiert, indem sie aus Frostschutzmitteln und Wasser besteht. Das Gemisch pumpt eine Solarpumpe durch die Kollektoren bis zum Wärmetauscher, der sich im Solarspeicher befindet. Er agiert wie ein invertierter Kühlschrank, der keine Kälte, sondern Wärme produziert.

Diese Wärme ist im Sommer oder während eines milden Frühlings sowie Herbsts ausreichend, im Winter hingegen muss ein Heizkessel das Wasser weiter erwärmen, damit Sie es zum Heizen oder Duschen verwenden können. Hierzu ist ein weiterer Kreislauf im Solarspeicher, der wasserführend ist und das Warmwasser auch im Winter auf die gewünschte Temperatur aufbereitet.

Wie hoch sind die Kosten, die sich einsparen lassen?

Dies ist abhängig von den aktuellen Energiekosten, dem jährlichen Heizbedarf und der Größe der Anlage. Durchschnittlich können Sie mit einer Solarthermieanlage bis zu 300 € Energiekosten pro Jahr einsparen.

Dies ist aber nur ein Richtwert, denn ist Ihr Haus mäßig isoliert oder Sie kaufen nur wenige Kollektoren, reduziert sich der Ertrag und damit auch die Einsparung erheblich. Zudem müssen Sie die Kosten der Anlage immer gegen die Einsparung rechnen.

Sind die Kosten, aufgrund individueller Voraussetzungen des Hauses, höher als die Ersparnis, lohnt sich die Anschaffung nicht.

Wo liegen die Vor- und Nachteile?

Vorteile Nachteile
Energieeinsparung Hohe Anfangsinvestition
Umweltfreundlich Abhängigkeit von Wetterbedingungen
Kostenreduktion Wartungsbedarf
Unabhängigkeit von Stromversorgung Lagertanks benötigt
Lange Lebensdauer Einschränkungen bei schlechtem Wetter

Vorteile

Der größte Vorteil liegt in der Kostenersparnis. Zwar müssen Sie in Vorleistung gehen, aber die Anlage amortisiert sich jährlich in kleinen Schritten und zahlt sich selbst ab. Nach der Amortisationsdauer haben Sie, abzüglich geringer laufender Kosten, eine kostenlose Energiequelle.

Überdies profitieren Sie von externen Faktoren wie Inflation oder stark steigenden Energiepreisen. Während Sie bei der Fotovoltaikanlage an eine feste Vergütung gebunden sind, wirken Sie den steigenden Energiepreisen entgegen, indem Sie weniger Gas oder Strom vom Netzbetreiber für die Warmwasseraufbereitung beziehen.

Auch der Wirkungsgrad und Energieertrag pro Quadratmeter ist bei der Solarthermieanlage höher als bei der Fotovoltaikanlage. Sie können auf einer geringeren Fläche mehr Energie produzieren und so effektiver Ihr Haus nutzen. Dies ist insbesondere in der Stadt von Vorteil oder bei Reihenhäusern, deren Dächer kleiner dimensioniert sind.

Durch das einfache System der Solarthermieanlage ist es dem weniger fehleranfällig, wartungsarm und langlebig. Sie haben beinahe keine Wartungskosten und können die Anlage mehr als 25 Jahre nutzen. Bei einer Fotovoltaikanlage sinkt der Ertrag nach 25 Jahren erheblich.

Letztlich profitieren Sie beim Kauf einer Solarthermieanlage von zahlreichen Fördermöglichkeiten, durch die sich der Kauf beinahe immer lohnt. Sie müssen lediglich eine Anfangsinvestition tätigen, die jedoch durch Fördergelder und günstige Kredite vom Staat bezuschusst wird. Das erhöht die Rendite der Solarthermieanlage erheblich und entlastet Ihren Geldbeutel langfristig.

Vorteile auf einen Blick:

  • geringere Heiz- und Warmwasserkosten
  • hoher Profit bei steigenden Energiekosten
  • höherer Wirkungsgrad als Fotovoltaik
  • höherer Energieertrag pro Quadratmeter
  • wartungsarm
  • langlebig
  • zahlreiche Fördermöglichkeiten

Nachteile

Eine Fotovoltaikanlage hat den Vorteil, dass sie Strom erzeugt, den Sie nutzen, verkaufen oder zur Warmwasseraufbereitung verwenden können. Zwar ist Letzteres ineffektiver, aber immerhin mit einem Durchlauferhitzer möglich. Mit einer Solarthermieanlage können Sie ausschließlich Warmwasser aufbereiten.

Das ist besonders ärgerlich, wenn Sie mehr Energie produzieren als Sie verbrauchen. Sind Sie im Urlaub oder die Kinder sind ausgezogen, sinkt Ihr Energieverbrauch erheblich. Haben Sie eine Fotovoltaikanlage installiert, können Sie den nicht genutzten Strom verkaufen. Das Warmwasser der Solarthermieanlage können Sie stattdessen nicht verkaufen und die Energie verpufft im Überdruckventil des Solarspeichers.

Hinzu kommt, dass die Fotovoltaikanlagen wesentlich häufiger gefordert ist als die Solarthermieanlage. Strom verwendet der moderne Mensch beinahe für alles und jegliche Geräte im Haushalt benötigen Strom. Warmwasser ist hingegen nur im Winter für die Heizanlage vonnöten und im Sommer für die Dusche. Im Winter sinkt der Ertrag der Solarthermieanlage aber erheblich und duschen Sie im Sommer kalt, verpufft auch dieser Effekt.

Nachteile auf einen Blick:

  • nur Warmwasseraufbereitung möglich
  • geringerer Eigenverbrauch hat keine Vorteile
  • Fotovoltaikanlage flexibler
Vorteile Nachteile
Kostenersparnis Nur Warmwasseraufbereitung
Schutz vor steigenden Energiepreisen Nicht verkäufliche Energie
Höherer Wirkungsgrad Geringere Nachfrage

Höherer Energieertrag pro Quadratmeter

 
Wartungsarm und langlebig  
Zahlreiche Fördermöglichkeiten  

Geringere Heiz- und Warmwasserkosten

 

Wo liegt der Unterschied zwischen Solarthermie und Fotovoltaik?

solarthermie vs photovoltaik

Die Unterschiede zwischen Solarthermie und Photovoltaik

Der Unterschied zwischen Solarthermie und Fotovoltaik ist simpel, denn die eine Anlage produziert Strom, während die andere Warmwasser aufbereitet. Die Solarthermieanlage besteht aus Flächen- oder Röhrenkollektoren, die eine Solarflüssigkeit führen, um ihr im Solarspeicher Wärme zu entziehen.

Die Fotovoltaikanlage hingegen besteht aus Solarmodulen, die mit Solarzellen besetzt sind. In ihnen ist keine Flüssigkeit zu finden, sondern eine Schicht aus Silizium oder anderen Halbleitern, die bei Kontakt mit Sonnenstrahlen Strom produzieren. Der erzeugte Gleichstrom wandert daraufhin zum Wechselrichter, der ihn zur Verwendung in Wechselstrom, umwandelt, an den Solarspeicher zum Einspeichern sendet oder bei geringem Bedarf an den Netzbetreiber zur Einspeisevergütung schickt.

Photovoltaik Solarthermie
Verwandelt Sonnenenergie in elektrischen Strom Verwendet Sonnenlicht zur Wärmebereitung
Geeignet für Stromversorgung von Haushalten und Firmen Kann für Wärme- und Kühlbedarf genutzt werden
Meist teurer bei der Anschaffung Meist günstiger bei der Anschaffung
Braucht nur wenig bis keine Wartung Benötigt regelmäßige Wartung und Reinigung
Kann auch bei bewölktem Wetter Strom produzieren Erfordert direkte Sonneneinstrahlung für eine effiziente Leistung
Kann in das Baumaterial integriert werden für ein ansprechendes Design Benötigt meist große Paneele oder Sammler für eine effiziente Leistung

Wie viel kostet eine Solaranlage für Warmwasser?

Der Preis für eine Solarthermieanlage ist abhängig von den folgenden Faktoren:

  • Größe der Kollektoren in Quadratmetern
  • Speichergröße des Solarspeichers in Litern
  • Leistungsfähigkeit der Solarpumpe
  • Eignung für die Warmwasseraufbereitung oder auch für die Heizanlage
  • Kosten für die Montage

So müssen Sie mit Kosten zwischen 7000 und 20.000 € für die Anlage rechnen. Eine Anlage, die ausschließlich Warmwasser produziert, kostet maximal 12.000 €, da die Installation simpler ist und Sie weniger Teile benötigen. Ist die Solarthermieanlage stattdessen an die Heizanlage angeschlossen oder Sie müssen eine neue Anlage installieren, können die Kosten bis zu 20.000 € betragen.

Gibt es Förderungen?

Fördergelder ändern sich jährlich und sind stark abhängig vom Stadtkreis und Bundesland. Im Jahre 2023 können Sie generell bei der Installation einer Solarthermieanlage bis zu 25 Prozent der förderfähigen Kosten durch das BAFA zurückerstattet bekommen.

Selbiges gilt für das Nachrüsten einer bestehenden Heizanlage auf Solarthermie sowie den Einbau einer Gas-Hybdridheizung mit Solarthermie. Kombinieren Sie die Solarthermieanlage mit einer weiteren erneuerbaren Energie, wie Fotovoltaik oder eine Wärmepumpe, können Sie sogar bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten zurückerstattet bekommen.

Folgende Voraussetzungen gelten, wenn Sie eine BAFA-Förderung beantragen:

  • Solarthermieanlage muss zur Warmwasserbereitung und/oder Wärmeerzeugung der Raumheizung eingesetzt werden
  • Solarthermieanlage ist ebenfalls förderfähig, wenn sie zur Einspeisung von Wärme oder Kälte in ein Kälte-/Wärmenetz dient
  • Solarthermieanlage muss auf der BAFA-Liste der förderfähigen Solaranlagen stehen und die Zertifizierung: ,,Solar Keymark“ tragen
  • Förderung wurde vor Abschluss des Kauf- und Bauvertrags beantragt
  • Mindestgröße der Solarthermieanlage von neun Quadratmetern bei Flachkollektoren und sieben Quadratmetern bei Röhrenkollektoren
  • Speichergröße von mindestens 40 Litern pro Quadratmeter bei Flachkollektoren und 50 Liter pro Quadratmeter bei Röhrenkollektoren
  • verpflichtender hydraulischer Abgleich
  • Einbau eines Wärmemengenzählers, der die Effizienz misst

Tipp: Weitere Informationen zu aktuellen Förderungen finden Sie auf der Webseite der Verbraucherzentrale NRW.

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Die richtige Planung – Wie eine Solarthermieanlage planen? Was sollte ich beim Kauf von einer Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung beachten?

Bei der Planung einer Solarthermieanlage für Ihr Hausdach sollten Sie Folgendes beachten:

Größe der Anlage

Der erste und wichtigste Schritt ist die korrekte Dimensionierung der Anlage. Ermitteln Sie im ersten Schritt anhand Ihres Gas- und Energieverbrauchs, wie groß Ihr Warmwasserbedarf überhaupt ist. Im Anschluss wählen Sie eine Solarthermieanlage, die exakt oder etwas weniger als den Energiebedarf deckt. Da jeder weitere Quadratmeter hohe Kosten verursacht und Sie die zusätzliche Energie später nicht verkaufen können, sollte die Anlage lieber zu klein als zu groß sein.

Die durchschnittliche Solarthermieanlage ist bis zu sechs Quadratmeter groß, wenn sie ausschließlich zur Warmwasserbereitung dienen soll. Soll sie auch die Heizanlage unterstützen, müssen Sie mit einer durchschnittlichen Größe von bis zu 20 Quadratmetern rechnen. Berücksichtigen bei der Größe auch die Mindestgröße für Fördergelder, um nicht zu viel für die Installation zu zahlen.

Größe des Speichers

Der Solarspeicher wächst immer proportional zur Größe der Anlage. Je mehr Fläche sie auf dem Dach beansprucht, desto größer muss der Solarspeicher sein, um das Warmwasser fassen zu können. So fasst der Speicher bei Anlagen zur Warmwasserbereitung zwischen 250 und 350 Liter. Unterstützt die Solarthermieanlage die Heizanlage, müssen Sie den Solarspeicher größer dimensionieren, weshalb er zwischen 500 und 1500 Liter fasst.

Aufstellort und Verkabelung des Speichers

Der Speicher sollte so nah wie möglich an der Solarthermieanlage sein. Deshalb ist die ideale Installation im Dachstuhl. Sollte dies nicht möglich sein, installieren Sie ihn dennoch möglichst nah an der Anlage und dämmen Sie die Rohre. Das verhindert nicht nur Wärmeverluste, sondern macht die Leitungen auch stabil genug, um Temperaturen von über 100 Grad durch das Solarmittel auszuhalten.

Art der Kollektoren

Solarthermieanlagen bestehen entweder aus Röhren- oder Flachkollektoren. Bei Röhrenkollektoren erzeugt die Flüssigkeit und die Röhre eine Art Vakuum und erreicht höhere Temperaturen. Zudem verbraucht sie weniger Platz als ein Flachkollektor. Der Flachkollektor hat stattdessen den Vorteil, dass er günstiger in der Anschaffung ist. Sollten Sie langfristig Energie sparen wollen und bereit sein, eine höhere Investition zu tätigen, greifen Sie zum Röhrenkollektor. Andernfalls ist der Flachkollektor die bessere Wahl.

Dämmung

Eine Solarthermieanlage sorgt dafür, dass Sie geringere Heizkosten haben. Dies kann sie jedoch nur bewerkstelligen, wenn Ihr Haus ausreichend gedämmt ist. Sollte insbesondere das Dach vor der Installation schlecht gedämmt sein, muss dies Ihre erste Investition in die Energiebilanz des Hauses sein. Da Sie ohnehin die Solarthermieanlage auf dem Dach installieren müssen, würde sich eine Installation plus zusätzliche Dämmung anbieten. Wenn Sie dies nicht berücksichtigen, müssen Sie mit geringeren Erträgen rechnen und sollte es nachträglich zu einem Dachausbau kommen, erhöhen sich die Kosten für Sie, da die Solarthermieanlage abgebaut werden muss.

Ausrichtung und Art des Dachs

Abgesehen von der Dämmung des Dachs, müssen Sie dessen Eigenschaften berücksichtigen. Bestenfalls ist das Dach gen Süden ausgerichtet. Das bringt den höchsten Ertrag. Geringere, aber immer noch hohe, Erträge sind bei Dächern gen Südosten oder Südwestausrichtung möglich. Ist das Dach gen Westen oder Osten ausgerichtet, viertelt sich der Ertrag bereits. Ist ihr Dach gen Norden ausgerichtet, lohnt sich die Installation nicht, da die Sonnenstunden in dieser Himmelsrichtung am geringsten sind.

Die beste Dachart zum Aufstellen einer Solarthermieanlage ist ein Sattel- oder Giebeldach. Diese Dächer haben eine hohe Tragfähigkeit sowie Neigung zwischen 30 und 60 Grad. Ein Flachdach hingegen bringt zwei Nachteile mit sich: Sie müssen ein Gestell mit Winkel installieren und die Tragfähigkeit ist eingeschränkt. Womöglich ist die Installation auf Ihrem Flachdach nicht durchführbar.

Kriterium Beschreibung
Größe der Anlage -Ermitteln Sie den Warmwasserbedarf
-Wählen Sie eine Anlage, die den Bedarf deckt (lieber zu klein als zu groß)
-Durchschnittliche Größe: bis zu 6m^2 (nur Warmwasser) oder bis zu 20m^2 (Heizung + Warmwasser)
-Berücksichtigen Sie Fördergelder
Größe des Speichers -Wächst proportional zur Größe der Anlage
-250-350L für Warmwasser, 500-1500L für Heizung + Warmwasser
Aufstellort/Verkabelung -Speicher sollte möglichst nah an der Anlage sein
-Ideal im Dachstuhl
-Wenn nicht möglich, nah an Anlage installieren und Rohre dämmen
-Verhindert Wärmeverluste und macht Leitungen stabil
Art der Kollektoren -Röhrenkollektoren: höhere Temperaturen, weniger Platz, teurer
-Flachkollektoren: günstiger, geeignet für kurzfristiges Energiesparen
Dämmung -Solarthermie funktioniert nur bei ausreichender Dämmung des Hauses
-Schlechte Dämmung des Dachs muss erste Investition sein

Kann man eine Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung selber bauen?

Eine Solarthermieanlage bündelt das Sonnenlicht und erwärmt ein Gefäß mit einer Flüssigkeit. Selbiges Prinzip könnten Sie kopieren, indem Sie schwarze Schläuche auf dem Dach auslegen und mithilfe einer Glasscheibe das Licht auf ihnen bündeln. Dadurch erhalten Sie im Sommer Warmwasser und im Frühling oder Herbst angewärmtes Frischwasser.

Gleichzeitig erhöht sich die Brandgefahr erheblich und der Wirkungsgrad liegt weit unter dem einer Solarthermieanlage. Daher lohnt sich der Eigenbau ausschließlich zum Verständnis des Funktionsprinzips, aber nicht zur Energiegewinnung.

Fazit

Solarthermieanlagen haben in wenigen Punkten einen deutlichen Vorteil gegenüber Fotovoltaikanlagen. Sie können im Einzelfall sinnvoller sein als die Installation einer Anlage die Strom produziert und sorgen so für dauerhaft warmes Wasser. Prüfen Sie vor dem Kauf genau, ob sich die Anschaffung lohnt, beziehen Sie Fördermöglichkeiten von bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten und reduzieren Sie langfristig Ihre Nebenkostenabrechnung durch Solar für die Warmwasseraufbereitung.

FAQ

Was spart man mit Solar für Warmwasser?

Mit einer Solaranlage für Warmwasser kann man bis zu 60% der Energiekosten für Warmwasser einsparen.

Was bringt eine Solaranlage für Warmwasser?

Eine Solaranlage für Warmwasser nutzt die Sonnenenergie, um Warmwasser bereitzustellen. Dadurch kann man Energiekosten sparen und den CO2-Ausstoß reduzieren.

Wie viele Solarmodule brauche ich für Warmwasser?

Die Anzahl der benötigten Solarmodule hängt von der Größe des Warmwasserbereiters und dem Energiebedarf ab. Ein Fachmann kann eine genaue Berechnung vornehmen.

Was kostet eine Solaranlage für Warmwasser für ein Einfamilienhaus?

Die Kosten für eine Solaranlage für Warmwasser hängen von der Größe der Anlage und der Region ab. Im Durchschnitt liegen die Kosten zwischen 5.000 und 20.000 Euro.

Wie lange hält eine Solaranlage für Warmwasser?

Eine Solaranlage für Warmwasser kann bis zu 30 Jahre halten, wenn sie regelmäßig gewartet wird.

Was bringt eine Solaranlage für Warmwasser im Winter?

Eine Solaranlage für Warmwasser ist unabhängig von der Außentemperatur. Sie kann auch im Winter warmes Wasser bereitstellen, wenn genug Sonnenenergie vorhanden ist.

Wie oft muss man die Solarflüssigkeit wechseln?

Die Solarflüssigkeit sollte alle 10 bis 15 Jahre gewechselt werden, um die Leistung und Effizienz der Solaranlage zu gewährleisten.

 

 

Weiterführende Links und Quellen:

 

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Letzte Aktualisierung am 4.03.2024 um 08:32 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API



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